Freitag, 26. Oktober 2007

Neue Adresse

Auch heute, d.h. eine Woche nach der Zügelte, stehen viele Kisten unausgepackt im Keller und warten auf Entleerung. Immer noch fehlen Teile, z.B. von unserem Bettgestell oder von Schränken. Erst beim Auspacken merkt man, welcher „Packer“ in der Schweiz gut und überlegt gearbeitet hat und wer nicht. So konnte das Zimmer von Corsin sehr schnell aufgebaut werden. Alles war vorhanden und gut beschriftet. Dasjenige von Noel (welches in Kriens von einem anderen Mann gepackt wurde) war eine Katastrophe: Alles war bis ins Letzte zerlegt (sogar die Schubladen-Schienen an der Schrankwand wurden abgeschraubt und zerlegt).

Ansonsten macht sich unser Heim allmählich und es wird immer gemütlicher.

Unsere neue Adresse lautet übrigens:
Family Boos
46, Acron Road
St Ives, NSW 2075
Australia
Phone home: +61 2 99 43 50 37

Dienstag, 23. Oktober 2007

Endlich ein Zuhause


Letzten Mittwoch war es soweit: Am Morgen kam die erste Lieferung unserer Möbel, Kisten, Kleider und Spielsachen, am Nachmittag noch eine zweite. Sibylles Tagesaufgabe war es, alle Teile aufgrund deren Nummer und deren Kurzbeschreibung entweder in den 1 Stock (living floor) oder ins Erdgeschoss (basement) zu dirigieren. Man hat uns klar gemacht, dass man jedes Paket nur 1 mal zu tragen gewillt war. Anschliessend wurde alles (was wir wollten) ausgepackt und zusammengesetzt. Nun begannen die Schwierigkeiten: Wo sind die Schrauben? Welche Tablare kommen wohin? Wie ist die Schrank-Aufteilung? Schliesslich wollten wir nicht alle Kisten auspacken und ausbreiten.
Am Abend hatten wir dann das Nötigste, d.h. die Betten, einen Teil der Kleiderschränke und Pulte geschafft. Am gleichen Tag wurde auch noch ein neuer Kühlschrank und eine Waschmaschine (gehören hier nicht zum Standard der Wohnungseinrichtung) geliefert. Höhepunkt des Tages war jedoch, die Kiste mit der Anschrift „Kaffeemaschine“ auspacken zu dürfen...




Dienstag, 9. Oktober 2007

Southern Beaches

Es war für Noel und Corsin schlicht unverständlich, 1 Woche Familien-Ferien erst in den Bergen (Blue Mountains) und anschliessend in einer Stadt (Canberra) zu verbringen, ohne dass sie ihre neuen Surf-Boards und die Wetsuits ausprobieren durften. So liessen wir uns dazu überreden, denWeg nach Canberra entlang der Küste südlich von Sydney zu fahren. Den ersten Badestopp legten wir beim 7 Mile Beach in Gerringong ein. Allerdings war dort zur Mittagszeit die Sonne schon so stark, dass wir es ohne Sonnenschirm nicht sehr lange aushielten. Die Wassertemperatur von lediglich 18° hat uns auch noch nicht sehr überzeugt. Die Kiddies in den Wetsuits hatten da weniger Probleme und freuten sich über die starken Wellen.

Den zweiten Badestopp legten wir beim letztmöglichen Strand auf der Höhe von Canberra ein: Long Beach in Batemans Bay. Weder die fortgeschrittene Tageszeit noch die starken, kühlen Winde hielten unsere kleinen Surfer von einem weiteren Wassergang ab. So waren Sibylle und ich gezwungen, ihnen am Strand sitzend und trotz Coretex-Jacken frierend, zuzuschauen.




Montag, 8. Oktober 2007

Blue Mountains

Die ersten Arbeitsferien von Mats verbrachten wir letzte Woche in den Blue Mountains: Ein Berggebiet auf ca 1000 m ü.M., 1 Stunde westlich von Sydney. Eigentlich gar nichts spezielles, dachten wir, als wir in das Gebiet hineinfuhren: Nur hügelig und waldig. In Katombaa, dem Hauptort angekommen, stürzten wir uns dann ins Touristegemenge und siehe da: Beim „Echo-Point“ eröffnete sich vor uns die wunderschöne Aussicht auf Felsformationen (Three Sisters) und die endlos erscheinenden Wälder der Blue Mountains (quasi ein bewaldeter Grand Canyon).







Neben der steilsten Standseilbahn, welche fast senkrecht die Felswände hinunter in den Wald führt, haben die Blue Mountains noch mehr zu bieten: Viele Aussichtspunkte, hunderte von Kilometer lange Wanderwege (welche Mats und ich joggenderweise erkundeten..) sowie schöne Parks und Blumengärten.

80 km südwestlich von Katoomba (somit very close für australische Verhältnisse...) befinden sich zudem die „Jenolan Caves“: Ein kilometerlanges System von diversen Tropfsteinhöhlen. Wir machten eine geführte Höhlenwanderung von 1.5 h Dauer, welche uns tief in den Berg hineinbrachte und eindrücklich war. In einer der Höhlen, der Katedrale, kann man sogar heiraten und es finden Konzerte statt!








Dienstag, 2. Oktober 2007

Kinderfreundliche Restaurants

In der Schweiz haben wir ein Restaurant für ein gemütliches Essen stets nach dessen Familienfreundlichkeit ausgesucht. Für uns bedeutet dies, dass die Kiddies eine angemessene Beschäftigung finden (Spielecke, Spielplatz, Trampolin etc.) und wir in Ruhe ein feines Mahl und ein Glas Wein geniessen konnten.
Bis heute haben wir ein solches Restaurant hier in Sydney noch nicht gefunden. Hört man sich ein bisschen um, erhält man stets die gleich Antwort: Mit Kindern geht man in den McDonalds. Nicht dass wir unsern Kindern die Happy Meals vorenthalten, jedoch stellen wir uns gemütliches Dinieren anders vor. Zudem traute ich mich bisher nicht, die im Bottleshop erstandene Weinflasche im amerikanischen Gourmet-Tempel zu entkorken.
Von den Eltern wird in einem Restaurant ohnehin erhöhte Aufmerksamkeit den Kindern gegenüber erwartet. Nachdem ich neulich Cosin zur Toilette geschickt hatte, wurde er von einer Servierdame zurück an unseren Tisch begleitet. Dabei hat diese mich freundlich aber bestimmt darauf hingewiesen, dass sich Kinder in diesem Alter nicht alleine im Toilettenbereich aufhalten dürfen .

Doch nun sind wir fündig geworden: In Katoomba (Blue Mountains) haben wir ein Restaurant gefunden mit zwei Internet Stationen - deren Wirkung war enorm. Wir hörten von unseren beiden Jungs längere Zeit gar nichts mehr und konnten unser Essen wieder mal in aller Ruhe geniessen...