Montag, 31. Dezember 2007

Happy new year!

Mit grossem Vorsprung zu Europa durften wir den Wechsel ins Jahr 2008 erleben. Zusammen mit befreundeten Familien begaben wir uns, beladen mit Kühlbox, bei idealen Schönwetterbedingungen zu einem Aussichtspunkt bei Manly. Dabei wurden wir belohnt mit einer eindrücklichen Aussicht auf die Skyline von Sydney, mit einem romantischen Sonnenuntergang und natürlich dem weltbekannten Feuerwerk.

Wir wünschen allen von Herzen einen guten Rutsch ins neue Jahr.









Montag, 24. Dezember 2007

Weisse Weihnachten

„Four seasons in one day“ heisst ein Song der bekannten australischen Band “Crowded House“. Und tatsächlich erleben wir in Tasmanien extreme Wetterschwankungen am selben Tag. So haben wir uns in Hobart, der Hauptstadt von Tasmanien, am Tag vor Weihnachten auf den Mount Wellington begeben, um die wunderbare Aussicht auf die Land-Wasser-Landschaft rund um Hobart geniessen zu können. Nach einer kurvenreichen Bergfahrt kamen wir auf der steinigen und sehr windigen Bergspitze auf 1270 MüM an. Und siehe da, der Hausberg von Hobart erfüllte unseren geheimen Wunsch nach weisser Weihnacht: Er liess es schneien! Wenn auch nicht in so rauhen Mengen, wie wir es um diese Zeit vom Goms her gewohnt sind.


Wir wünschen Euch allen von Herzen frohe und besinnliche Weihnachten – Merry Christmas

Freitag, 21. Dezember 2007

"Ho ho ho"

Bei der Weihnachtsfeier mit unserem australischen OL Club durften wir einen einheimischen Santa Claus erleben. Anders als unser Samichlaus, der würdevoll mit seinem Tross von Zwergen, Diakonen und Knecht Ruprechts in die Häuser zieht, kommt der Santa Claus hierzulande eher leichtfüssig und humorvoll daher. Nach dem obligatorischen „Ho ho ho“ beginnt er schon bald mit dem Verteilen von Geschenken an die Kinder.
Anlass zu hitzigen Diskussion gab dieses Jahr in den Medien eine angebliche Mehrdeutigkeit von „Ho ho ho“. So wurden die beliebten Weihnachtsmänner in einigen Kaufhäusern der Stadt angewiesen, dieses Jahr den Kindern „He he he“ zuzurufen. So soll vor allem in den USA (in Songtexten) das Wort „Ho“ mit Damen des Rotlichtmilieus in Verbindung stehen. Und deshalb wolle man nicht etwa Kinder mit diskriminierenden Worten verängstigen.
Nichts desto trotz hat unser OL-Santa sich mit einem bestimmten und lauten „Ho ho ho“ angekündigt und Noel hat sich, sein Present fest vor Augen, in keiner Weise verängstigen lassen.

Samstag, 15. Dezember 2007

Australisches Ping-Pong

Nach einiger Zeit Blog-Abstinenz melden wir uns wieder zurück. Sibylle hatte nach einem Zwischenfall mit dem Auto einige Zeit im Spital verbringen müssen (5-facher Rippenbruch). Nun durfte sie wieder nach Hause und muss noch eine Weile auf Sparflamme agieren.

So ist es an mir, den Kindern australische Kultur zu vermitteln. Im Moment ist die Christmas-Party Zeit. Zeit, wo viele Firmen ihre Mitarbeiter je nach Geschäftsverlauf zu einer Steh-Party an der Harbour Front oder zu einem BBQ in der Fabrikhalle einladen. Etwas in der Mitte war es bei unserer Firma: Soccer und BBQ im nahe gelegenen Stadtpark. So habe ich gelernt, dass hier Soccer an Parties nach eigenen Regeln gespielt wird: Getränk (meist Bier) stets in der Hand. Wer Bier ausleert bewirkt einen Freistoss für den Gegner. Auch für Ping-Pong gibt es spezielle Regeln: Jeder hat sein Bier auf der Tischplatte. Wer die eigene Flasche umkippt, hat verloren. Wer die gegnerische Flasche trifft, erhält einen Punkt.
Auch Corsin haben diese Regeln sehr Spass gemacht, auch wenn wir beim Getränk Anpassungen vornehmen mussten ...

Freitag, 30. November 2007

Spinnenalarm

Zur mentalen Vorbereitung für unsere Expedition gehörte auch das Thema „Spinnen in Sydney und Umgebung“. Einerseits konnte man viel lesen über die grossen und teilweise aggressiven und sehr giftigen Spinnen, welche in Häusern und Vorgärten vorkommen können. Andererseits hörte man von erfahrenen Sydneysiders, die nie welche zu Gesicht bekamen. Jedenfalls waren wir froh, zu Beginn in einer Appartementwohnung im 7 Stock zu wohnen. Doch mit dem Umzug in ein Einfamilienhaus mit Umschwung und Kellergeschoss mussten wir uns wohl oder übel mit der 8-beinigen Gefahrenquelle auseinander setzen. Vorsorglich liessen wir das Haus vor dem Umzug chemisch behandeln und erhielten ein Jahr Ungeziefer-Garantie. Das Kellergeschoss jedoch hat beim Garagentor zu den Innenräumen viele Spalten, wo jede noch so grosse Spinne aufrecht reinmarschieren kann. So haben wir dort zusätzlich noch einen Spray montiert, der periodisch Duftstoffe abgibt, welche Spinnen vertreiben sollen.

So weit so gut, abgesehen von Hauthüllen in dunklen Kellerecken haben wir bisher in Haus und Garten keine Bedrohung festgestellt. Nicht gerechnet haben wir aber mit einer Begegnung im Auto! Als wir neulich bereit waren zur Abfahrt zu einem Familienausflug und noch die letzten Dinge im Kofferraum verstauen wollten, huschte plötzlich eine dunkle, langbeinige und haarige Huntsman Spinne (Abbildung) durch den Kofferraum. Sibylle löste sofort Spinnenalarm aus und holte die Kinder schnell wieder aus den Autositzen. Zwar wusste ich, dass diese bis zu 15 cm grosse Spinnenart nicht sehr gefährlich war (aber schmerzhaft), jedoch war ich überrascht, wie flink sich diese unter den Rucksäcken verstecken konnte. So blieb uns nichts anderes übrig, als unser Gepäck aus dem Auto zu zerren und sie so in die Flucht zu schlagen.


Montag, 26. November 2007

Sydney Christmas Parade

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Da es bei uns allmählich heiss wird, fällt es uns schwer, uns auf weihnächtliche Stimmung einzustellen. Kaum zu glauben, dass in einem Monat schon Weihnachten ist. Hier gibt es keine Weihnachtsbeleuchtung in den Strassen und Kerzen kommen mit Sonnenbrille auch nicht zur Geltung. So haben wir uns entschlossen, die grosse Christmas Parade in der Innenstadt von Sydney zu besuchen. Ohne zu wissen was uns erwartet sind wir mit den Kinder in die Volksmassen zwischen den Hochhäusern eingetaucht. Schliesslich sind wir als Luzerner das Strassengewühl von der Fasnacht her gewohnt. So geschah es auch, dass uns die Parade eher an die Fasnacht als an Weihnachten erinnerte. Musikgruppen mit Marschmusik oder Dudelsack, Tanzgruppen mit leichtbekleideten Weihnachtsdamen, viele farbig geschmückte Lastwagen verschiedener Volksgruppen. Nur aufmerksame Zuschauer konnten auch eine Maria und eine Krippe erkennen. Der Abschluss bildete schliesslich ein vorbeirauschender Anhänger mit der Weihnachtsgeschichte in Grossformat.







Montag, 19. November 2007

Schulweg

Mit der Züglete nach St. Ives hat sich der Schulweg der Jungs – vorerst - deutlich verlängert, so sind es nun 11 km (wenn die Schule dann ihren Neubau in Terry Hills bezieht, sind wir dann wieder sehr nahe). Ohne Stau schafft man die Autofahrt in 15-20 Minuten. Doch am Morgen herrscht in ganz Sydney ein grosses Verkehrschaos und man benötigt für die Strecke 45-50 Minuten.
Diese Tortur des 2-maligen Hin- und Herfahrens (Kinder 50 Minuten zur Schule fahren, dann wieder nach Hause und um 14 Uhr wieder in die Schule um sie abzuholen und dann wieder zurück) habe ich gerade 1 Tag mitgemacht. Nun gehen sie mit den Schulbus, welcher ca. 15 Kinder hier in St. Ives abholt und auf direktem Weg nach Ryde in die Schule fährt. Abfahrt ist jeweils 7.50 Uhr. Am Nachmittag um 14.10 Uhr hole ich die Jungs dann direkt in der Schule ab, damit ich den Kontakt zu den Lehrern und auch zu den anderen Müttern pflegen kann. Um diese Zeit ist es auch kein Problem, die 11 km hin –und her zu fahren.

Mittwoch, 14. November 2007

Cicadas

Als ich vor einiger Zeit eine Art Riesenfliege aus dem Badezimmer entfernen musste, habe ich noch nicht realisiert, mit welchem Insekt ich es zu tun hatte. Im November hat hier in Sydney die Cicadas-Season (Zikaden) begonnen. Das bedeutet, das jeweils Abends pünktlich nach Sonnenuntergang die Cicadas-Männchen ihren typischen Gesang ertönen lassen. Dieser ist so penetrant und laut, dass man ausser Haus kaum noch Nachbargespräche führen kann. Zudem hat der Klang die Eigenschaft, nicht aus einer bestimmten Richtung zu kommen. So habe ich es nicht geschafft, einer nahen Tonquelle zu folgen und eines dieser harmlosen Insekten in Aktion zu sehen. Nach 1-2 Stunden dann ist das Konzert vorbei und Ruhe kehrt wieder ein.
Das faszinierende an diesen Tieren ist ihr langer Lebenszyklus: Oft 5 Jahre, bei gewissen Arten auch 13 oder 17 Jahre. Von dieser Zeit verbringen sie jedoch am Ende nur wenige Wochen über dem Boden. Die Dauer des Lebenszyklus folgt bei einigen Arten der Reihe der Primzahlen. Dies soll es den Feinden erschweren, sich den Zyklen anzupassen.

Sonntag, 11. November 2007

St. Ives



Seit 2.5 Wochen wohnen wir nun in der Vorortsgemeinde St. Ives und es gefällt uns sehr gut. St. Ives ist eine sehr ruhige Wohngegend, 16km nord-westlich vom Stadtzentrum, bestehend aus Einfamilienhäusern (resp. besser gesagt “Einfamilien-Schlössern” ) und 17’000 Einwohnern. St. Ives hat eine breite südafrikanische Bevölkerung, was sich in den Einkaufsläden und Restaurants bemerkbar macht. Unser direkten Nachbarn sind aber multikulturell, sie kommen aus Schottland, Holland, London und eben von Südafrika.
Früher hatte es in dieser Gegend grosse Apfelkulturen, diese mussten aber dem grösser werdenden Bedarf an Wohnraum der Sydneyaner Platz machen. St. Ives grenzt direkt an den Ku-ring-gai National Park. Dies bedeutet für uns: Viel Raum zum Biken, Wandern, Joggen und Baden. Man bewegt sich völlig abseits der Zivilisation, nur umgeben von Eukalyptus-Bäumen und geniesst traumhaufte Aussichten auf die diversen Meerarme. Kaum zu glauben, dass wenige Kilometer entfernt eine 4.5 Mio-Stadt ist.

Dienstag, 6. November 2007

Melbourne Cup

Ich habe bei meiner Arbeitsstelle unter anderem die Aufgabe, ein Team von Software Spezialisten aufzubauen und auszubilden. Dazu habe ich ein einwöchiges Seminar organisiert und eine Referentin aus USA einfliegen lassen. Die Seminarteilnehmer sind Leute aus meinem Team, aber auch aus der ganzen Firma (auch aus Neuseeland und Melbourne). Heute, am dritten Seminartag wurden wir um 2:40 pm plötzlich unterbrochen, als ein Techniker das Seminarzimmer betrat und begann, am Grossbildschirm den Fernseh-Sender einzustellen. Fünf Minuten später kam der Personalchef herein, schwer beladen mit Hahn Six-Packs und Champagner Flaschen. Bald schon waren alle Tische belegt mit Snacks und Gläsern. Um 3 Uhr fand in Melbourne das wichtigste Pferderennen statt und dieses Spektakel wollte sich niemand entgehen lassen. Immerhin war im Staat Victoria (Melbourne) heute ein offizieller Feiertag. Am Mittag wurde der Arbeitsplatz des Finanz-Controllers kurzerhand zum firmeninternen Wettbüro umfunktioniert. Ich bin zwar kein Gambler-Typ, habe mich aber trotzdem überreden lassen 10$ einzusetzen und habe die 12. und 14. gesetzten Pferde gezogen. Nach 30 Minuten war der Spuk vorbei und die Leute kehrten wieder zur Arbeit zurück. Ich konnte meinen Gewinn (14. gesetzte Pferd hat gewonnen!) von 50$ abholen und das Seminar ging, umgeben von leeren Flaschen und zerdrückten Chips, wieder weiter.

Donnerstag, 1. November 2007

Opera House Spectacular

Ende Oktober war es soweit: Die 5. und 6. Klassen von Ryde (Stadtteil im Norden von Sydney) durften beim „Ryde Schools Spectacular“ im Syndey Opera House auftreten. Die Klasse von Noel war beim Chor mit dabei und hat während den letzten Monaten 12 englische Lieder (inklusive der australischen Nationalhymne) einstudiert.

Schon mehere Tage im Voraus war die Nervostät der Kinder spürbar. Natürlich freuten auch wir Eltern uns riesig auf diesen Anlass, bot sich uns doch die Möglichkeit, das weltberühmte Opernhaus erstmals zu besuchen. In einem gut dreistündigen Spektakel wurde uns ein abwechslungsreiches Programm mit bunten Tanz- und modernen Showeinlagen dargeboten. Dazwischen jeweils sang der etwa 600 köpfige in schwarze T-Shirts gekleidete Chor in Begleitung einer Band. Die gesamte Choreografie war beeindruckend, ebenso wie die gesamte Planung im Hintergrund. Trotz eines Probenachmittages war es bestimmt nicht einfach, so viele Schüler zum richtigen Zeitpunk am richtigen Ort bereit zu haben. Das Spektakel endete mit einem grossartigen Finale mit allen teilnehmenden Schülern zusammen auf der Bühne.

Beeindruckend war auch die Interaktivität des Publikums. Viele der stolzen Eltern konnten sich beim Anblick ihrer Söhne oder Töchtern auf der Bühne nicht mehr zurückhalten und haben sich jeweils lautstark in Szene gesetzt.

Im KKL werden wir dies dann auch mal ausprobieren.

Freitag, 26. Oktober 2007

Neue Adresse

Auch heute, d.h. eine Woche nach der Zügelte, stehen viele Kisten unausgepackt im Keller und warten auf Entleerung. Immer noch fehlen Teile, z.B. von unserem Bettgestell oder von Schränken. Erst beim Auspacken merkt man, welcher „Packer“ in der Schweiz gut und überlegt gearbeitet hat und wer nicht. So konnte das Zimmer von Corsin sehr schnell aufgebaut werden. Alles war vorhanden und gut beschriftet. Dasjenige von Noel (welches in Kriens von einem anderen Mann gepackt wurde) war eine Katastrophe: Alles war bis ins Letzte zerlegt (sogar die Schubladen-Schienen an der Schrankwand wurden abgeschraubt und zerlegt).

Ansonsten macht sich unser Heim allmählich und es wird immer gemütlicher.

Unsere neue Adresse lautet übrigens:
Family Boos
46, Acron Road
St Ives, NSW 2075
Australia
Phone home: +61 2 99 43 50 37

Dienstag, 23. Oktober 2007

Endlich ein Zuhause


Letzten Mittwoch war es soweit: Am Morgen kam die erste Lieferung unserer Möbel, Kisten, Kleider und Spielsachen, am Nachmittag noch eine zweite. Sibylles Tagesaufgabe war es, alle Teile aufgrund deren Nummer und deren Kurzbeschreibung entweder in den 1 Stock (living floor) oder ins Erdgeschoss (basement) zu dirigieren. Man hat uns klar gemacht, dass man jedes Paket nur 1 mal zu tragen gewillt war. Anschliessend wurde alles (was wir wollten) ausgepackt und zusammengesetzt. Nun begannen die Schwierigkeiten: Wo sind die Schrauben? Welche Tablare kommen wohin? Wie ist die Schrank-Aufteilung? Schliesslich wollten wir nicht alle Kisten auspacken und ausbreiten.
Am Abend hatten wir dann das Nötigste, d.h. die Betten, einen Teil der Kleiderschränke und Pulte geschafft. Am gleichen Tag wurde auch noch ein neuer Kühlschrank und eine Waschmaschine (gehören hier nicht zum Standard der Wohnungseinrichtung) geliefert. Höhepunkt des Tages war jedoch, die Kiste mit der Anschrift „Kaffeemaschine“ auspacken zu dürfen...




Dienstag, 9. Oktober 2007

Southern Beaches

Es war für Noel und Corsin schlicht unverständlich, 1 Woche Familien-Ferien erst in den Bergen (Blue Mountains) und anschliessend in einer Stadt (Canberra) zu verbringen, ohne dass sie ihre neuen Surf-Boards und die Wetsuits ausprobieren durften. So liessen wir uns dazu überreden, denWeg nach Canberra entlang der Küste südlich von Sydney zu fahren. Den ersten Badestopp legten wir beim 7 Mile Beach in Gerringong ein. Allerdings war dort zur Mittagszeit die Sonne schon so stark, dass wir es ohne Sonnenschirm nicht sehr lange aushielten. Die Wassertemperatur von lediglich 18° hat uns auch noch nicht sehr überzeugt. Die Kiddies in den Wetsuits hatten da weniger Probleme und freuten sich über die starken Wellen.

Den zweiten Badestopp legten wir beim letztmöglichen Strand auf der Höhe von Canberra ein: Long Beach in Batemans Bay. Weder die fortgeschrittene Tageszeit noch die starken, kühlen Winde hielten unsere kleinen Surfer von einem weiteren Wassergang ab. So waren Sibylle und ich gezwungen, ihnen am Strand sitzend und trotz Coretex-Jacken frierend, zuzuschauen.




Montag, 8. Oktober 2007

Blue Mountains

Die ersten Arbeitsferien von Mats verbrachten wir letzte Woche in den Blue Mountains: Ein Berggebiet auf ca 1000 m ü.M., 1 Stunde westlich von Sydney. Eigentlich gar nichts spezielles, dachten wir, als wir in das Gebiet hineinfuhren: Nur hügelig und waldig. In Katombaa, dem Hauptort angekommen, stürzten wir uns dann ins Touristegemenge und siehe da: Beim „Echo-Point“ eröffnete sich vor uns die wunderschöne Aussicht auf Felsformationen (Three Sisters) und die endlos erscheinenden Wälder der Blue Mountains (quasi ein bewaldeter Grand Canyon).







Neben der steilsten Standseilbahn, welche fast senkrecht die Felswände hinunter in den Wald führt, haben die Blue Mountains noch mehr zu bieten: Viele Aussichtspunkte, hunderte von Kilometer lange Wanderwege (welche Mats und ich joggenderweise erkundeten..) sowie schöne Parks und Blumengärten.

80 km südwestlich von Katoomba (somit very close für australische Verhältnisse...) befinden sich zudem die „Jenolan Caves“: Ein kilometerlanges System von diversen Tropfsteinhöhlen. Wir machten eine geführte Höhlenwanderung von 1.5 h Dauer, welche uns tief in den Berg hineinbrachte und eindrücklich war. In einer der Höhlen, der Katedrale, kann man sogar heiraten und es finden Konzerte statt!








Dienstag, 2. Oktober 2007

Kinderfreundliche Restaurants

In der Schweiz haben wir ein Restaurant für ein gemütliches Essen stets nach dessen Familienfreundlichkeit ausgesucht. Für uns bedeutet dies, dass die Kiddies eine angemessene Beschäftigung finden (Spielecke, Spielplatz, Trampolin etc.) und wir in Ruhe ein feines Mahl und ein Glas Wein geniessen konnten.
Bis heute haben wir ein solches Restaurant hier in Sydney noch nicht gefunden. Hört man sich ein bisschen um, erhält man stets die gleich Antwort: Mit Kindern geht man in den McDonalds. Nicht dass wir unsern Kindern die Happy Meals vorenthalten, jedoch stellen wir uns gemütliches Dinieren anders vor. Zudem traute ich mich bisher nicht, die im Bottleshop erstandene Weinflasche im amerikanischen Gourmet-Tempel zu entkorken.
Von den Eltern wird in einem Restaurant ohnehin erhöhte Aufmerksamkeit den Kindern gegenüber erwartet. Nachdem ich neulich Cosin zur Toilette geschickt hatte, wurde er von einer Servierdame zurück an unseren Tisch begleitet. Dabei hat diese mich freundlich aber bestimmt darauf hingewiesen, dass sich Kinder in diesem Alter nicht alleine im Toilettenbereich aufhalten dürfen .

Doch nun sind wir fündig geworden: In Katoomba (Blue Mountains) haben wir ein Restaurant gefunden mit zwei Internet Stationen - deren Wirkung war enorm. Wir hörten von unseren beiden Jungs längere Zeit gar nichts mehr und konnten unser Essen wieder mal in aller Ruhe geniessen...

Donnerstag, 27. September 2007

Horse Flu

Equine Influenza ist mittlerweile zu einem riesigen Problem eskaliert. Pferdetransporte sind streng verboten. Entsprechend sind bei allen grösseren Strassen Leuchttafeln aufgestellt. Orte mit erkrankten Pferden werden unter Quarantäne gestellt. Laufend müssen Pferderennen abgesagt werden. Neben der Pferdeindustrie leiden vorallem auch die Wettbüros darunter. OL-Wettkämpfe hingegen dürfen vorerst noch durchgeführt werden, jedoch nur mit entsprechenden Vorsichtsmassnahmen...

Dienstag, 25. September 2007

Haussuche in Sydney

Die Haussuche hier in Sydney ist äusserst schwierig und nervenaufreibend. Wenn man so rumhört an der Schule, wie die Familien zu ihren Häusern gekommen sind, könnte man wohl ganze Romane schreiben. Erstens läuft alles sehr kurzfristig und schnell ab, da die Kündigungsfrist nur 3 Wochen beträgt. Man muss also schnell sein und laufend rennen, wenn etwas neues auf dem Internet ist. Die Vermieter wollen zudem oft höchstens 1-Jahresverträge abschliessen, da die Mieten laufend so stark steigen, dass sie das Haus ein Jahr später schon wieder zu einem deutlich höheren Preis vermieten können- ohne Renovation versteht sich. So kostet ein kleines Haus mit dem Innenausbauniveau à la Durchschnittsschweiz in einem Umkreis von 25 km rund um Sydney (nicht im noch teureren Zentrum oder am Meer) zwischen 1'200 bis 1'600 CHF – pro Woche notabene!

Hohe Preise und dazu schlechte Hausqualität: Im Internet sieht immer alles wunderschön aus, aber die Wirklichkeit ist es leider meistens ganz anders: Völlig alt und kaputte Apparaturen und Räume, Häuser ohne Bausubstanz, ganze Zimmerdecken voller Schimmel oder dann liegt das Haus direkt neben der 6-spurigen Hauptstrasse etc.
Wir haben inzwischen gelernt, die Beschreibungen im Internet richtig bewerten zu können: So ist ein „renovated“ für unser Vorstellung knapp akzeptabel sein (Preis ab 4'000.-/Mt), „partly renovated“ heisst, dass es z.B. eine neue Waschmaschine hat, aber ansonsten alt ist und ein Haus mit der Beschreibung „well maintained“ ist schlicht eine Katastrophe (alt, baufällig, schmudeli, dunkel und hat wohl Kakerlaken oder Schimmel), der Preis liegt aber trotzdem über 3'000.-.
Am sichersten ist man, wenn man in ein neu erstelltes Haus geht. Aber auch hier kanns Probleme geben: Die Telefonleitung kann gänzlich fehlen oder man erfährt 3 Wochen nach dem Einzug, dass das Haus nun verkauft werden soll, nun einen Monat lang Besichtigungen stattfinden und die Aufrechterhaltung des Mietvertrages nach dem Verkauf unklar ist – dies ist soeben einer befreundeten Familie passiert.

Unsere Bekannten hier zahlen alle zwischen 4'500.- bis 9'000.- pro Monat! Die Löhne sind aber eher tiefer als in der Schweiz.....
Eine andere Variante ist, ein Haus zu kaufen und dann in 2-4 Jahren wieder zu verkaufen. Ein guter Gewinn ist vorprogrammiert. Nur: So ab 2 Mio ist man langsam dabei, die meisten Häuser mit Pool an einer ruhigen Strasse kosten zwischen 4-5 Mio $...

Ja, so sind wir sehr froh, etwas gefunden zu haben. Gestern war die Schlüsselübergabe – mehr davon im nächsten Beitrag....

Samstag, 22. September 2007

Arbeitsweg


Zur Zeit wohnen wir noch in Meadowbank direkt am Paramatta-River, nord-westlich vom Zentrum. Da die deutsch-internationale Schule in diesem Gebiet ist, wollen wir auch im nördlichen Stadtgebiet wohnen. Allerdings ist mein Arbeitgeber südlich vom Stadt-Zentrum, zwischen CBD und dem Flughafen. Das bedeutet, dass mein täglicher Arbeitsweg irgendwo mitten durch die Innenstadt führen muss. Aus der Schweiz bin ich mich gewohnt, mit dem Zug zur Arbeit zu gehen. Diese Möglichkeit steht mir auch hier offen. So muss ich 5 Minuten zu Fuss zur nächsten Bahn-Station gehen, dort mit dem Zug ca. 35 Minuten ins Stadt-Zentrum (Central) fahren, umsteigen und eine Station Richtung Flughafen fahren und schliesslich zu Fuss nochmals gut 10 Minuten ins Büro marschieren. Dies dauert ziemlich genau eine Stunde. Dabei sind die Züge erstaunlich zuverlässig, jedoch meist ziemlich überfüllt. Von einem 1. Klasse Abteil kann man hier nur träumen. Als Alternative habe ich auch die Möglichkeit 5 Minuten zum Schiffssteg zu gehen, eine Katamaran-Fähre zu besteigen Richtung Circular-Quai, dort weiter südwärts mit der U-Bahn und wieder gut 10 Minuten zu Fuss. Natürlich kann ich mich auch knapp eine Stunde lang im stop&go Tempo durch den immensen Stadtverkehr quälen, was ich so weit als möglich vermeiden möchte.

Freitag, 21. September 2007

Linksverkehr im OL


Der letzte Sonntag hatte uns mit strahlend blauem Himmel empfangen. Das traf sich gut, denn es stand ein Metro-League OL auf dem Programm. In einem Park beim Paramatta-Lake wurde der Final der Club-Wettkämpfe ausgetragen und wir waren in der Klubmanschaft von Uringa fest eingeplant. OL im Park verspricht oft eher einfache und schnelle Bahnen. Diesmal gab es jedoch viele schmale und verschlungene Pfade durch dichte Vegetation mit vielen Felspartien rund um einen Parksee. Öfters begegnete man dabei Läufern, welche in der entgegengesetzten Richtung unterwegs waren. Beim Ausweichen auf den engen Wegen musste ich feststellen, dass mein Instinkt noch nicht vollständig auf Linksverkehr umgepolt ist. Zum Glück waren wir mit unseren ausländischen OL-Dress unterwegs, da ist ein solcher Fehler mit einem „Sorry“ sofort geregelt.

Dienstag, 18. September 2007

Bundesjugendspiele

Jeweils im September finden in ganz Deutschland an den Schulen die sogenannten Bundesjugendspiele statt. Auch die Deutschen Internationalen Schulen wie die unsrige hier in Sydney beteiligen sich daran. So begaben sich am 12. September die 3.-12. Klässler der Germain International School auf den Sportplatz und massen sich in 4 leichtathletischen Disziplinen:
Sprint, Langdistanzlauf, Weitsprung und Weitwurf. Die Schüler erhielten dann Punkte für ihre jeweilige Leistung. Auch Noel konnte mitmachen und freute sich schon lange zum Voraus auf diesen Tag. Seine Paradedisziplin war der Langdistanzlauf über 1'000 Meter, welchen er in 4 Minuten 20 Sekunden dann auch gewann (auf einem Rasenplatz..). Heute hat er nun stolz die Siegerurkunde nach Hause gebracht...

Montag, 17. September 2007

Northern Beaches

Am Samstag freuten wir uns auf eine Rundfahrt im nördlichen Teil von Sydney. Dabei wollten wir mal die Küstenpartien und deren Strände besuchen. Neben den bekannten Manly und Bondi Beaches gibt es aus unzählige ebenso schöne kleinere Sandstrände. So fanden wir bei Mona Vale und bei Dee Why zwei sehr schöne Strände mit genügend Parkplätzen und zu dieser Jahreszeit noch wenig Badenden vor. Bei 18° Wassertemperatur kann man allerdings nicht sehr lange ohne Gummianzug im Wasser ausharren.

Weiter gings dann in den French-Forest Park zum Europafest. Dort haben wir uns mit „Europäischen“ Familien zu einem gemütlichen Abend mit österreichischen Volkstänzen, Sauerkraut und Feuerwerk verabredet.

Dienstag, 11. September 2007

Off-Road Erfahrung

An diesem Wochenende haben wir zum ersten mal an einen OL Weekend teilgenommen. Die beiden Läufe fanden in der Umgebung von Goulburn, kurz vor Canberra, statt. So machten wir uns mit unserem weissen blitz-blanken Toyota Corolla (meinem Geschäftsauto) auf den Weg: Knapp 200 km Autobahn nach Süden, dann ein paar km Nebenstrasse. Nun gings aber weiter ins Buschland: 16 km Feld oder Wald Strasse und an Schluss noch über Wiesen. Die Feldwege waren anfangs noch schön platt gewalzt. Den vereinzelten Wasserlöchern konnte man locker ausweichen. Doch dann häuften sich die Löcher so dass man abbremsen musste, um auszuweichen. Bald konnte man erst gar nicht mehr beschleunigen, da der Weg aus lauter Löchern bestand. Zwischendurch mussten wir auch den vorbeirauschenden Aussies mit ihren Off-Road Wagen Platz machen. Vermehrt bekamen wir nun auch die Berührungen des Unterbodens zu spüren. Langsam änderte sich die Fahrbahn so, dass wir unser Stadtauto über abgeschliffene Felsplatten steuern mussten. Und immer noch zeigten die OL-Schilder an, dass es weiter geht. Wir passierten viele Termitenstöcke und mussten Zauntore hinter uns wieder schliessen. Endlich kamen einige parkiert Autos in Sichtweite und der Platz-Einweiser deute uns den vorgesehen Parkplatz an: Eine Wiesenstelle bei einer Waldlichtung voll bedeckt mit Bodensträuchern. Nach kurzem Zögern versuchte ich es meinen Vorgängern gleich zu tun: Ohren zu – und durch.

Da uns ein Autokauf kurz bevorsteht, sind wir froh um dieses Schlüsselerlebnis. Wir wissen nun sehr genau, welchen Autotyp wir brauchen!

Freitag, 7. September 2007

Father's Day

Es gibt Bereiche, da sind die Australier sehr fortschrittlich gesinnt. So sind sie uns in Sachen Gleichberechtigung meilenweit voraus: Am ersten Sonntag im September feiern sie den Vatertag. In der Woche davor wird dies in der Werbung in Zeitungen und Fernsehen unübersehbar angekündigt: Vatertags-Angebot XY, Vatertags-Ausverkauf etc. Nur, bis in unsere Familie ist diese Werbung (noch) nicht vorgedrungen. Trotz wiederholten Hinweisen musste ich feststellen, dass die Umstellung auf die hiesige Tradition doch viel länger dauert, als angenommen. So freue ich mich auf den Vatertag im nächsten Jahr und gebe mich diesmal mit einem Badge zufrieden:

Mittwoch, 5. September 2007

Sightseeing mit Frauenklub

Die meisten Familien mit Kindern an der German International School bleiben nur 2-3 Jahre an einem Ort, dann gehts ins nächste Land. Dies bedingt, dass sich sowohl die Kinder wie auch die Eltern immer wieder neu orientieren und einleben müssen, was sich in einer offenen und unkomplizierten Art bemerkbar macht. Alle sind auf der Suche nach Kontakt und Beschäftgung, insbesondere auch die vielen Mütter (die Männer sind ja meistens stark beruflich engagiert und auch häufig im Ausland unterwegs). Diese offene Art erleichtert es einem sehr, „Gleichgesinnte“ zu finden, mit denen man sich austauschen und auch die Freizeit verbringen kann.
Ich habe eine Gruppe von ca 5 Frauen gefunden, 4 Deutsche und 1 Schweizerin, welche sich regemässlig trifft: Jeden Dienstag machen wir Sight-Seeing in Sydney (Besuche von Museen, Ausstellungen , Lädele etc), jeden Donnerstag gehts zum Joggen. Oder dann gehen wir nach der Schule in einen Park mit unseren Kids, damit sich diese noch etwas austoben können.
So füllt sich die Anfangs „leere“ Woche nun auch für mich zunehmends und es ist angenehm, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, denn am Anfang gibts tausend Fragen und Probleme, die gelöst werden müssen. Zudem kommt man etwas raus aus den eigenen vier Wänden.

Auch die Schule organisiert diverse Anlässe für die Eltern oder Eltern mit Kinder, um das gegenseitige Kennenlernen zu fördern. So fand vor 2 Wochen der Morning Tea für alle neu eingetroffenen Eltern statt (ich war wohl gerade am Gipfeli-Kauen...):

Man beachte die Mineralwasserflasche auf dem Tisch: Heidiland...


Sonntag, 2. September 2007

Rugby Match

So wie in der Schweiz Fussball die Sportsendungen dominiert, ist es in Sydney mit dem Rugby (NLR). Unsere Jungs könnten Stunden lang Rugbyspiele mitverfolgen und haben nun auch begonnen, in der Schule in den Pausen um den ovalen Ball zu kämpfen.Heute haben wir uns nun entschieden, im berühmten Hauptstadium der Olympischen Spiele 2000, das sogenannte Telstra-Statium, einen Rugby Match zu besuchen. An diesem Wochenende wird die letzte Runde ausgetragen, bevor dann die ersten 8 Mannschaften im Cup-System gegeneinander antreten müssen. Die Sydney-Roosters aus unserem Viertel sind noch auf dem 10 Rang und müssen unbedingt gewinnen. Die Rabbitohs aus dem Süden von Sydney sind auf dem 6 Rang und sind demnach Match-Favorit.
Noel und Corsin hatten anfänglich Schwierigkeiten, sich diese Namen zu merken. Da ist FCL oder FCB schon wesentlich einfacher. Es ging besser, nachdem wir endlich die Farben des Heimteams herausgefunden haben. Doch dann war es schon zuspät: Wir befanden uns mitten im Sektor der „anderen“. Dank einem Blitzstart der Roosters (20:0 nach der ersten Halbzeit) hatten wir jedoch nichts zu befürchten. Das 80’000er Stadium war gut zur Hälfte gefüllt, überall genügend Platz, gute Sicht (auch auf die riesigen Bildschirme) und nie ein Gedränge. Zu Spielende stand es 26:12 für „unser“ Heimteam, und wir konnten mit einem Erfolgserlebnis den Heimweg antreten.
Es ist schon erstaunlich, wie friedlich eine solche Grossveranstaltung abläuft und wie bunt durchmischt das Publikum ist: So findet man sehr viele Familien mit Kindern und Grosseltern. Alles läuft friedlich ab, auch beim Anstehen und Verlassen des Stadiums. Kein Gedränge, keine Ausschreitungen, keine betrunkenen Zuschauer. Tausende strömen fröhlich in Richtung der vielen Parkhäuser und der extra erbauten Railway-Station. An einem Challenge-League Fussballmatch Kriens-Chiasso auf dem Kleinfeld haben wir wesentlich mehr Gewalt im Publikum gesehen als hier.




Mittwoch, 29. August 2007

Linksverkehr

Bekanntlich herrscht in Australien Linksverkehr. Dies birgt auch als Fussgänger einige Gefahren. So habe ich mir mittlerweile angewöhnt, beim Überqueren einer Strasse sicherheitshalber immer in beide Richtungen zu schauen. Auch die Drehtüren bei Hoteleingängen drehen, wie ich schon schmerzlich erfahren musste, auf die andere Seite rum.

Das Fahren mit dem Auto haben wir mittlerweile auch intus. Anfangs haben wir uns immer zusammen ins Auto gesetzt, damit sich der Fahrende auf die Fahrbahn konzertieren konnte. Die Blink-Technik im Kreisel, wo man schon vor der Einfahrt mit dem Blinker die Ausfahrtrichtung angibt, ist eigentlich ganz praktisch. Vereinzeilt hatten wir auf den schwach befahrenen Quartierstrassen blackouts (auf der falschen Spur), alle zum Glück ohne Folgen.

Um uns die Umstellung nicht zu einfach zu machen, hat man uns eine Tiefgarage zugeteilt, bei der die Ein- und Ausfahrt ausnahmsweise auf der rechten Spur erfolgt. Dies, weil das Tableau für die Türöffnung rechts an der Wand (für den Fahrer gut erreichbar) angebracht ist. So müssen wir bei der Ausfahrt höllisch aufpassen, nicht auf der gewohnten Spur weiterzufahren.

Dienstag, 28. August 2007

Test der medizinischen Versorgung

Bereits nach 2 Schultagen musste Noel mit Grippe zu Hause bleiben. Er hatte hohes Fieber, Kopf-und Bauchschmerzen . In der Schule empfielen sie uns, umgehend zum Arzt zu gehen, da seit einigen Wochen eine aggressive Wintergrippe in Sydney umgeht, welche bereits mehrere Todesopfer gefordert hat (v.a Kinder unter 3 Jahren).

Bevor ich mich mit Noel auf den Weg machte, musste ich noch kurz die Symptome auf englisch nachschauen. Dann machten wir uns auf den Weg, eines der sogenannten „Medical Center“ zu suchen. Diese findet man in jedem grösseren Einkaufszentrum. Eine Voranmeldung ist nicht nötig, was dann meistens mit einer längeren Wartezeit verbunden ist. Zudem kommt man immer gerade zu jenem Arzt, welcher Dienst hat.

Der diensthabende asiatische Arzt beruhigte uns dann und sagte, die Symptome wiesen auf eine normale Grippe hin. Einzig die Bauchschmerzen passten nicht ins Bild. Sollten diese stärker werden, müssten wir wieder kommen. Er gab uns einfach Paracetamol gegen die Schmerzen. Hier ein Mittel, welches für alles verschrieben wird.

Einen Tag später verstärkten sich die Symptome, das Fieber war sehr hoch und Noel befand sich teilweise im Delirium. So ging ich halt wieder ins Medical Center. Diesmal erwischten wir eine Inderin als Aerztin. Diese fand nicht mehr heraus und sagte, es brauche einfach Zeit bei einem Virus. Nach 5 Tagen sei alles vorbei. Angesprochen auf den nun starken Husten teilte sie uns mit, dass in Australien eigentlich kein Hustensirup an Kinder abgegeben wird. Nur mit Widerwillen verschrieb sie mir einen Sirup, damit Noel wenigsten in der Nacht schlafen konnte.

Am dritten Tag wurden die komischen Bauchschmerzen (kolikartig, der ganze Bauch war aufgeblasen) immer stärker und gegen Abend ging Mats mit Noel wieder ins Medical Center. Diesmal hatten sie Glück und kamen zum leitenden Arzt (auch Asiate). Dieser verschrieb dann ein starkes Medikament gegen die Bauchschmerzen und schrieb uns eine Überweisung ins Spital, sollten die Schmerzen nicht innert 1 Stunde markant bessern.
Das Medikament half, Noel erholte sich nach 3 Tagen und geht nun wieder Schule.

So haben wir das medizinische System hier nun am eigenen Leib erfahren. Positiv ist, dass die Arztkonsultationen sehr effizient und ohne Voranmeldungen sind. Einen grosse Nachteil dieser Medical Center’s gibts: Die Untersuchungszimmer sind sehr sehr eng. So kann der Artzt keine Analysen ausführen, weder Blut-und Urintests machen, auch keine Röntgenbilder. So ist eine klare Diagnose erst im Spital möglich. Gerade bei Noel wären wir froh gewesen, hätten wir etwas klarer gewusst, um was es sich handelt, denn es standen mehrere Krankheiten zur Diskussion (Blinddarm, Hepatitis, allergische Reaktion auf ein Medi, Virus...). Aber den Schritt ins Spital überlegt man sich dann doch zweimal.
Was Noel nun genau hatte, wissen wir nicht. Wir sind einfach froh, dass er nun wieder fit und gesund ist. Allerdings sind nun bei Corsin und mir erste Grippe Symptome im Anzug. So gleicht unsere Wohnung eher einem Krankenlazarett:

Mittwoch, 22. August 2007

1. OL in Australien




Seit kurzem sind wir Familienmitglied in einem der ca 10 Sydney-OL-Klubs, genannt URINGA. Wir wurden sehr freundlich aufgenommen und heute Sonntag gings bereits an den ersten Wettikampf: In Campbelltown, ca 30 Autominuten südlich von Sydney, fand ein Lauf der Meisterschaft zwischen den verschiedenen Sydney-Klubs statt. Das Wetter erinnterte uns eher an Schweizer Verhältnisse: Es regnete wie aus Kübeln und war nur 12 °C warm!

Der Lauf fand im Park der Western University of Sydney statt und erwies sich mehrheitlich als offenes und schnelles Gelände. Doch dazwischen hatte es auch Dickichte, so z.B. vor Posten 3 und 4 (siehe beil. Karte). Sibylle war bis dahin gut unterwegs, aber in dieses grüne Zeugs hineinstechen? Nein, da war die Angst vor giftige Schlangen oder giftigen Spinnen viel zu gross!. Also wartete sie, bis andere Läufer kamen. Diese lachten nur: Sie hätten in ihren 20 OL-Jahren in Australien noch nie eine Schlange oder Spinnen während dem Lauf gesehen (beim Wandern in den Nationalparks schon).
Also gings miteinander durch Grüne und Sibylle sicherte sich nach einer Aufholjagd doch noch den Sieg in ihrer Gruppe – 7 Sekunden vor Mats- und für ihren neuen Klub das Punktemaxium von 10 (das Wertungssystem aber haben wir auch nach mehreren Erklärungsversuchen noch immer nicht kappiert).
Noel startete auch: Bahn Blue, 1.5 km mit 8 Posten. Auch er kam sehr gut mit der Karte zurecht und machte keine Schnitzer.

Der Regen war in Campbelltown weniger intensiv als in Sydney und wir kamen fast trocken ins Ziel. Aber der Parkplatz war eine riesige Schlickschlacht und wir wurden mit jedem Schritt grösser.... Die dreckigen OL-Schuhe stapeln sich momentan noch in unserer Laundry und warten auf Reinigung....



Die OL-Saison dauert in Australien jeweils von März bis November (also analog zur Schweiz), während der heissesten Jahreszeit gibt es nur kleinere, regionale Läufe. So z.B. der 5-Tage-OL über Weihnachten in Newcastle (2 Stunden nördlich von Sydney). Die Startzeiten sind jeweils 7 Uhr morgens, anschliessend ist Beach angesagt. Mal schauen, ob wir da mitmachen.Unsere nächsten grösseren Läufe finden am Wochenende vom 8./9 September statt in der Region von Berrima (ca 2 h südlich von Sydney in Richtung Canberra). Der Bahnleger kündigte uns freudig „Swiss Terrain“ an (steep and rocky). Mal sehen, was uns da erwartet.


Montag, 20. August 2007

Erster Schultag


Am letzten Freitag war der grosse Tage für Noel und Corsin: 1. Schultag an der German International School of Sydney.
Da wir bereits ein paar Tage vorher gemeinsam die Schule besichtigen konnten und Kontakt mit ihren Lehreren hatten, machten sich beide an diesem ersten Schultag mit Freude und guten Gefühlen auf den Weg. Ihre Klassenkameraden warteten denn auch bereits und nahmen sie sofort in Beschlag.

Corsin besucht die 2. und Noel geht in die 5. Klasse, was für deutsche Verhältnisse bereits Oberstufe ist und als sogenannte „Beobachtungsstufe“ taxiert wird. Die 6. Klasse wird dann schon in Real/Sek/Gymi aufgeteilt.

Die Klassen sind multikulturell: In derjenigen von Noel kommen die Kids aus Südkorea, Holland, Schweiz, Rumänien, Frankreich, Australien, England, Österreich und Deutschland. Alle müssen aber deutschsprachig sein, um dem Unterricht folgen zu können. D.h. meistens ist ein Elternteil aus Deutschland, aus Österreich oder der Schweiz.
Auch wir Eltern wurden an diesem Tag freundliche begrüsst und von einer Elternbetreuerin in Beschlag genommen. Sie gab uns viele Tipps betreffend der Schule, aber auch praktische Informationen (z.B. welches sind die bestens Agents für die Haussuche, wo gibt es gute Ärzte, was kauft man am besten wo ein, Ausflugstipps etc). Nach einem langen und angenehmen Gespräch merkten wir, dass Dagmar Busch (so der Name unserer Betreuerin) aus Schwarzenberg/Malters ist und seit 2 Jahren mit ihrem Mann und den 5 Kindern in Sydney wohnt Kindern (temporär wie wir)!!

Sonntag, 19. August 2007

Organisation

Die erste Woche stand nicht nur im Zeichen von Ferien und Sydney-Kennenlernen, sondern wir nutzten diese auch zur Organisation all der vielen Details, damit wir in Sydney funktionsfähig werden: Bankkonto eröffnen, Anmeldung bei der Botschaft, Natel kaufen, Schulmaterial und Znüniboxen einkaufen, Stundenplan organisieren Visum bestätigen, Anmeldung beim örtlichen OL-Verein, viele Grosseinkäufe tätigen etc..
Zudem waren noch hängige Pendenzen aus der Schweiz zu erledigen (Steuererklärung, Hausverkauf, etc).

Dies alles benötigte viel Zeit und musste immer in Kombination mit Aktivitäten für Noel und Corsin ablaufen, damit sie ihren Bewegungsdrang stillen konnten.Aber das Wichtigste konnten wir erledigen, so dass Mats morgen seinen Job-Alltag beginnen kann.

Sydney Acquarium


Am letzten Dienstag gingen wir das bekannte Sydney Acquarium besichtigen, die Eintrittsbillete dazu erhielten wir bereits in der Schweiz - als Abschiedsgeschenk vom Götti von Noel (Urs Zürcher). Vielen herzlichen Dank – der Eintritt lohnt sich wirklich!
Die Jungs waren begeistert von den vielen Meerestieren, die da in ihren Acquarien herumschwammen. Den grössten Eindruck hinterliess aber das Becken mit den Haien und Rochen: Die Besucher marschieren durch 2 Glastunnels direkt durch das Hai-Acquarium und die Tiere schwimmen direkt neben/oberhalb der Bestauner herum. Die Rochen blieben zum Teil auch auf der Tunnelwölbung liegen und wir konnten alle Einzelteile bestaunen.

Im Anschluss an das Acquarium liessen wir uns 250m mitttels Lift in die Höhe führen, um vom Syndey Tower einen wunderschönen Rundblick über die Stadt zu erhalten. Zur Feier des Tages (14. Hochzeitstag!) genehmigten wir uns im Tower-Drehrestaurant ein gutes Nachtessen.

Mittwoch, 15. August 2007

Erster Tag im neuen Zuhause


Unser 2-Bedroom-Apartment befindet sich im 7. Stock eines Mehrfamilienhauses, mit wunderschönem Balkonblick (siehe Foto) auf die Parramatta-River (ein Meeresarm von Sydney) und bei schönem Wetter auf die Skyline von Sydney. Wir haben 2 Minuten zu Fuss zur Schiffsphäre (River-Cat), welche uns in 30 Minuten zum Circular Quay bringt (Hauptplatz in Sydney mit Opera etc).

Als erstes stachen wir am Samstag Vormittag (nach einer Nacht mit Wachphasen) in die nahegelegene IKEA und deckten uns mit allem Notwendigen ein. Bevor wir uns in das Strassengewühl trauten, fuhren wir im Quartier ein paar Runden, um das Links-Fahren zu üben. Aber die Aussies erkennen uns auf der Strasse immer noch, da wir die einzigen sind, die immer wieder den Scheibenwischer anstellen (und das Blinken auslassen)....
Ansonsten war der Tag ausgefüllt mit Auspacken und ab und zu ein Nickerchen machen

In Sydney angekommen


Pünktlich um 19 Uhr landeten wir Sydney. Da es Winter ist, war es bereits stockdunkel. Nun mussten wir die Passkontrolle und die Quarantäne passieren, was mit viel Anstehen und Warten verbunden war, aber ansonsten problemlos verlief (Ausnahme: Unsere 3 Paar OL-Schuhe mit den Spikes erschienen den Kontrolleuren suspekt. Als sie aber sahen, dass diese ausnahmsweise sauber geputzt sind, durften wir sie wieder einpacken und mitnehmen).

Mit einem Extra-Large Taxi gings Richtung Maedowbank ins Appartemtent. Das Geschäftsauto von Mats stand schon in der Tiefgarage bereit!
Nun gabs nur noch eines: Schlafen, schlafen, schlafen...