Sonntag, 2. September 2007

Rugby Match

So wie in der Schweiz Fussball die Sportsendungen dominiert, ist es in Sydney mit dem Rugby (NLR). Unsere Jungs könnten Stunden lang Rugbyspiele mitverfolgen und haben nun auch begonnen, in der Schule in den Pausen um den ovalen Ball zu kämpfen.Heute haben wir uns nun entschieden, im berühmten Hauptstadium der Olympischen Spiele 2000, das sogenannte Telstra-Statium, einen Rugby Match zu besuchen. An diesem Wochenende wird die letzte Runde ausgetragen, bevor dann die ersten 8 Mannschaften im Cup-System gegeneinander antreten müssen. Die Sydney-Roosters aus unserem Viertel sind noch auf dem 10 Rang und müssen unbedingt gewinnen. Die Rabbitohs aus dem Süden von Sydney sind auf dem 6 Rang und sind demnach Match-Favorit.
Noel und Corsin hatten anfänglich Schwierigkeiten, sich diese Namen zu merken. Da ist FCL oder FCB schon wesentlich einfacher. Es ging besser, nachdem wir endlich die Farben des Heimteams herausgefunden haben. Doch dann war es schon zuspät: Wir befanden uns mitten im Sektor der „anderen“. Dank einem Blitzstart der Roosters (20:0 nach der ersten Halbzeit) hatten wir jedoch nichts zu befürchten. Das 80’000er Stadium war gut zur Hälfte gefüllt, überall genügend Platz, gute Sicht (auch auf die riesigen Bildschirme) und nie ein Gedränge. Zu Spielende stand es 26:12 für „unser“ Heimteam, und wir konnten mit einem Erfolgserlebnis den Heimweg antreten.
Es ist schon erstaunlich, wie friedlich eine solche Grossveranstaltung abläuft und wie bunt durchmischt das Publikum ist: So findet man sehr viele Familien mit Kindern und Grosseltern. Alles läuft friedlich ab, auch beim Anstehen und Verlassen des Stadiums. Kein Gedränge, keine Ausschreitungen, keine betrunkenen Zuschauer. Tausende strömen fröhlich in Richtung der vielen Parkhäuser und der extra erbauten Railway-Station. An einem Challenge-League Fussballmatch Kriens-Chiasso auf dem Kleinfeld haben wir wesentlich mehr Gewalt im Publikum gesehen als hier.




1 Kommentar:

vanderboos hat gesagt…

Liebe Emigranten,
das Lesen eurer Berichte macht uns sehr viel Spass. Es ist wirklich toll wie wir so aus der Ferne bei euren Abenteuern mitfiebern können.
So sind wir gespannt wie sich die asiatische Medizin auf den allgemeinen Gesundheitszustand er Familie auswirken wird und ob das Rugby-Fieber die Umgangsformen innerhalb der Familie beinflussen wird.

Viele liebe Grüsse aus Liestal